Naturlandhof Pirtsch, Naturland, Bayern

Obst und Saft

Oberpfälzer Wald - Das Dorf Pfreimd im „Naturpark Oberpfalz“

Das Örtchen Pfreimd liegt im Naturpark „Oberpfälzer Wald“. Wo die Flüsse Naab und Pfreimd zusammenfließen, prägen durchgängige Waldflächen und rauschende Fließgewässer das Gebiet. In dieser Gegend wild- und schwammerlreicher Wälder pflegt Biolandwirt Hans-Michael Pirtsch seine großflächigen Streuobstwiesen. Im Naturpark Oberpfalz werden Streuobstwiesen als traditioneller Teil des kulturellen Landschaftsbildes bewirtschaftet- extensiv und umweltverbunden. Ihr vielfältiger Sortenbestand und ihre doppelte Nutzung, mit einer Unterkultur als Wiese oder Weide, entwickeln bunte Biotope artenreicher Flora und Fauna.

Naturlandhof Pirtsch – Obstbau in Verantwortung der Tradition

Starkwüchsige, hochstämmige und großkronige Obstbäume sind Kennzeichen alter Streuobstbestände. Ihre weiträumigen Abstände stehen im Kontrast zu modernen Obstplantagen. Vielfältige Obstarten und Sorten, unterschiedliche Altersstufen und Baumgrößen stammen aus der Zeit der Eigenvermarktung und entwickeln heute die Streuobstwiesen zu bunten Flächen.

Hans-Michael Pirtsch erhält seinen Baumbestand in guter Tradition. Die ersten Anpflanzungen des Obstgartens gehen auf Großvater Johann Pirtsch zurück, der 1940 die ersten Bäume pflanzte.

„So werden heute noch Obstbäume auf eigenen und arrondierten Beständen gepflegt, die mehrere Generationen überlebt haben.“

1995 erfolgte die Umstellung auf ökologischen Landbau; heute ist sein Betrieb Naturland zertifiziert.Hans-Michael Pirtsch pflegt auf über zweitausend Quadratmeter 120 verschiedene Apfelsorten – davon mehr als 70 seltene Sorten.

Vitalität des Baumbestandes – von Natur aus robust am gesunden Standort

Hans-Michael Pirtsch bewirtschaftet seine Flächen extensiv. Der extensive Obstbau erlaubt allein maßvoll regulierende Pflege. Menschliche Eingriffe werden auf ein Erforderliches und Notwendiges reduziert. Konsequent verzichtet Hans-Michael Pirtsch auf den Einsatz von Spritz- und Düngemitteln. So bleibt der natürlich gewachsene, artenreiche Lebensraum erhalten. Die traditionelle Sortenwahl am Standort, der große Pflanzabstand und die Wahl resistenter oder weniger empfindlicher Sorten vermindern den Krankheitsdruck seiner Bäume auf natürliche Art und Weise. Unterstützend wirken ökologischen Regelungsmechanismen von Nützlingen und natürlichen Gegenspielern, der Einsatz von Insektenfallen oder die prophylaktische Stärkung der Widerstandsfähigkeit seiner Bäume.

Altbewährt & historisch – Tafelobst von Hochstammsorten

„Mit resistenten altbewährten Sorten und sorgfältigem Schnitt gelingt es uns Tafelobst zu erzeugen.“

Pirtsch erntet „biologisches Tafelobst wie Äpfel, Birnen, Johannisbeeren und Zwetschgen in 100 Prozent naturbelassener Qualität.

Eine große Sortenvielfalt spielt heute im Intensivobstbau eine schwindende Rolle. Durch den starken Rückgang der Streuobstbestände ist eine große Zahl von Obstsorten vom Aussterben bedroht. Bundesweit zählt man heute über 3.000 Streuobstsorten. Alte ehrwürdige Namen finden sich darunter, wie der Freiherr von Berlepsch, die Rote Sternrenette oder die Goldparmäne.

In Aussehen und Geschmack oft nicht der gängigen Norm entsprechend, haben diese altbewährte Sorten heute ihren Marktwert verloren. Hans-Michael Pirtsch bringt sie jedoch wieder ins Gespräch.

Naturtrüber Pfreimdtaler Apfelsaft - 100% Bio aus handgepflückten Äpfeln

Neben Tafelobst erzeugt Hans-Michael Pirtsch reine Apfelsäfte. Aus hundert Apfelsorten seiner Streuobstwiesen verpresst er unter anderem den reinen, naturtrüben „Pfreimdtaler Apfelsaft“.

„Bei der Safterzeugung achten wir sortenspezifisch auf den richtigen Erntezeitpunkt und eine Verarbeitung und direkte Flaschenabfüllung innerhalb von zwei Tagen nach der Ernte.“

Der sogenannte „Pfreimdtaler Apfelsaft“ ist entsprechend seiner Sortenmischung ein Unikat. Apfelsorten wie zum Beispiel Ingrid Marie, RottalerApfel, Goldparmene, Berner Rosenapfel, Roter Hauptmannsapfel, Jakob Lebel, Gartenmeister Simon, Purpurroter Cousino, Kaiser Wilhelm, Wachsrenette von Benediktbeuren werden für ihn verpresst.

Naturland-Hof Pirtsch - Allergikeräpfel und Diabetikeräpfel als Bio-Obst

Hans-Michael Pirtsch pflegt Apfelsorten, die für Diabetiker und Allergiker geeignet sind. Man vermutet das Polyphenole in der Verträglichkeit der Äpfel ein Rolle spielen. Die sind vor allem in alten Sorten noch vorhanden. In neuen Apfelsorten wurde, zu Gunsten des süßen Geschmackes, der Gehalt an Polyphenolen explizit herausgezüchtet. So finden Apfelsorten wie die Wintergoldparmäne, Weißer Klarapfel, Landsberger Renette und roter Boskoop bei Allergikern regen Zuspruch. Für Diabetikiker geeignet sind unter anderem die Champagner Renette, der Idared, Lanes Prinz Albert und der Ontario. Die Pflege alter Apfelsorten ist also der Mühe wert, das beweisen „zahlreiche Allergiker, die zu unseren Öko-Erlebnistagen in den letzten beiden Jahren kamen, die keinen Apfel fanden, den sie nicht vertragen hätten.“

Seine Erfahrungen gibt Pirtsch gerne weiter - „für Kunden nehmen wir auch Auftragsveredelungen an.“ Ist das nicht ein Angebot?

Zitate sind der Webseite www.bioobst.pirtsch.de entnommen.

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