Erfreuliche Transparenz bei biometzgerei Kammermeier und Stallgemeinschaft Renfting

Am Samstag den 8. Oktober 2016 konnte sich  die Ökokiste Kößnach mit Ihren Kunden davon überzeugen, dass die Biometzgerei Kammermeier in Hauzenberg hält was sie verspricht. „Sie sagt, was in der Wurst steckt!“
Um den Tieren sinnlosen Transportstress zu ersparen, legt Herr Kammermeier Wert auf kurze Wege unter 30 Minuten bis zur Schlachtung in seinem Betrieb. Lieferanten sind Bio-Landwirte in der Region wie z. B. die Stallgemeinschaft Renfting.

Wir gingen den gleichen Weg, den auch die Tiere gehen. Hier kamen wir an einer Ruhezone für die ankommenden Tiere vorbei in den Raum wo sie geschlachtet werden. Besonderes Augenmerk ist hier darauf zu richten, dass gegenüber einem konventionellen Betrieb im Bio-Bereich „Tier für Tier“ geschlachtet wird. So fanden wir also auch nur eine Bachlmaschine für ein Schwein vor. In der Kühlung werden die Hälften dann mindestens 14 Tage abgelagert ehe sie in die „Zerlegung“ gehen. Die Raumtemperatur in der Zerlegung liegt bei 8 Grad, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Danach kamen wir in die „Produktion“, die mit hochwertigsten, modernen Maschinen ausgestattet ist. Wir bewunderten eine „Heißrauch-Räucherkammer“ zum haltbar machen durch Räuchern von z. B. Kochschinken, in der ausschließlich heimische Hölzer verwendet werden. Darüber hinaus begeisterte uns eine „Kaltrauch-Räucherkammer“ für Rohschinken. Hier kommen ausschließlich Sägespäne aus heimischer Buche zum Einsatz. Nachdem der Rohschinken ca. 2 ½ Wochen in der Surr war, kommt er für 4 ½ Wochen in diese Räucherkammer.

Auch zur „Gewürze Kammer“ stand uns die Tür offen. Konsequenterweise fanden wir auch hier ausschließlich Bioqualität und naschten Pistazienkerne während Herr Kammermeier erklärte, dass er die Gewürzmischungen selbst kreiert und seiner Wurst für beste Verträglichkeit etwas Brottrunk zugibt. Auch bleibt durch diesen Zusatz die Farbe der Wurst stabil.

Wir kamen dann noch in den Bereich des Betriebs, wo Fleisch und Wurst für die Kunden aufgeschnitten und auf den Weg gebracht werden. Auch hier ist es selbstverständlich kühl, so dass es sich für die MitarbeiterInnen empfiehlt sich warm anzuziehen. Hier erfuhren wir auch, dass es sich mit der Wurst  wie mit einem guten Rotwein verhält: 10-15 Minuten sollte Sie vor dem Verzehr an der Luft und bei Zimmertemperatur „atmen“, damit sich ihr Geschmack optimal entfaltet.

Abschließend durften wir in Hülle und Fülle das ausgezeichnete Wurstsortiment verkosten.

Zur Abrundung besuchten wir anschließend die nahegelegene Stallgemeinschaft Renfting.

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde und alles Vieh dieser Erde - Genesis 1“ lautet die Inschrift auf einem  imposanten Stein der 2010 gegründeten Stallgemeinschaft.

Der hofeigene Esel informierte lautstark über unsere Ankunft.

Drei Bauern haben ihre Höfe eingebracht und umgestellt um sich 2010 biokreis zertifizieren zu lassen. Hier leben 200 Kühe auf insgesamt 150 ha; davon sind 80 ha Ackerfläche. 7 000 Liter beträgt die jährliche Milchleistung eines Fleckviehs bei einer Lebenserwartung von derzeit 4 1/ 2 Jahren.

Die Kühe bekommen jeden Tag Grünfutter, haben täglich Auslauf und können sich frei bewegen. Die „Trockensteher“ sind ganzjährig auf der Weide.

Auch hier erhielten wir in alle Bereiche einen Einblick und jedwede Fragen wurden uns offen beantwortet. So konnten wir unter Anderem live zusehen, wie ein Melkroboter funktioniert und erfuhren, dass sich eine Kuh  4-mal täglich melken lassen kann. Von einer Empore konnten wir gut beobachten wie einige Kühe sich geduldig zum Melken anstellten, während andere an Salzsteinen leckten und wieder andere sich an großen Bürsten genüsslich rieben.

Bauern und Gärtner

(Obst, Gemüse, Tiere)

Handel

 

Handwerker

(Bäcker, Metzger, Brauer, Safter, Molkereien etc.)